Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Schleuse Lauffen

Bauwerk

Staustuffe Lauffen Staustufe Lauffen Optimierungsrichtung der linken Kammer der Schleuse Lauffen (orange), Fließrichtung des Neckars (blau) Quelle: wsv.de

Die Stauanlage Lauffen liegt am oberen Ende eines etwa 0,8 km langen, engen Schleusenkanals (Lauffener Kanal) und besteht, in Fließrichtung des Neckars gesehen, aus einer Doppelschleuse am rechten Ufer, einem dreifeldrigen Wehr und einem Kraftwerk am linken Ufer. Unmittelbar unterhalb der Schleusenkammern kreuzt eine Straßenbrücke (B 27) den Neckar. In der rechten Schleusenkammer wurde 1982 das Untertor und 1986 das Obertor ertüchtigt. Der Wandbeton sowie die Antriebe der Schleusentore und die Elektrotechnik stammen noch aus der Erbauungszeit und wurden nicht verändert.

Daten der bestehenden Schleusenanlage

Baujahr:Linke Kammer: 1951
Rechte Kammer: 1962
Stauziel:NN + 169,79 m (im Oberwasser) [HS 130
B-W (DHHN 12)]
Hubhöhe:8,38 m
Nutzbare Schleusenkammerlänge:109 m
Kammerbreite:12,0 m
Obertore:Stemmtore
Untertore:Stemmtore

Bauvorhaben

Linke Schleusenkammer

Aufgrund von altersbedingten Schäden an der linken Schleusenkammer ist  eine Grundinstandsetzung notwendig. Die Arbeiten umfassen die Erneuerung der massiv  geschädigten Kammerwände sowie das Versetzen des Oberhaupts um 3,60 m zur Optimierung der Schleusenkammer für das 110 m-Schiff. Bei der Erneuerung der Kammerwände werden diese 40 cm tief abgefräst und anschließend mit einer Vorsatzschale 40 cm stark aufbetoniert. Mit dem Entfernen der Vouten in der Schleusenkammer steht der Schifffahrt anschließend eine größere Wassertiefe zur Verfügung, wodurch die Schiffe tiefer abladen und schneller in die Schleusenkammern fahren können. Die Schleusenhäupter erhalten neue standardisierte Stemmtore. Die Antriebe der Schleusentore werden erneuert. Ein neues Technikgebäude nimmt die neue Elektro-, Steuerungs- und Nachrichtentechnik auf,  so dass die Schleusenkammer künftig ferngesteuert werden kann. Des Weiteren werden Kranstellplätze für einen schnellen Mobilkraneinsatz errichtet.

Liegestelle

Zusätzlich zu den Arbeiten in der Schleusenkammer wird im Oberwasser der Schleuse Lauffen die bestehende Liegestelle auf  einer Länge von fast 400 m mit zusätzlichen Pollern und Lichtmasten versehen. Über eine neu hergestellte Rampe ist die Liegestelle für die Schiffer künftig besser mit dem PKW zu erreichen.

Voraussichtliche Bauzeit

Die  Arbeiten begannen im Juni 2016 und dauern vsl. 4 Jahre.

Voraussichtliche Baukosten

Das Auftragsvolumen umfasst 15  Mio. Euro brutto.