Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Aufgaben

Um den modernen Binnenschiffen den Weg über den Neckar zu ermöglichen, sollen die bereits teilweise über 80 Jahre alten Bauwerke, wie Schleusen, Dämme und Wehre instandgesetzt bzw. erneuert und die Schleusen verlängert werden. Zum Aufgabengebiet des Wasserstraßen-Neubauamts (WNA) Heidelberg gehören daher die Planung und Baudurchführung von Aus- und Neubauvorhaben sowie Ersatzinvestitionen an der Bundeswasserstraße Neckar, in Koblenz und an der Lahn. Der Neubau von Fischaufstiegsanlagen erfüllt die Forderung nach einer ökologischen Aufwertung der Flüsse.

Das WNA Heidelberg hat beim Ausbau des Neckars für Schiffe von 135 m Länge folgende wesentliche Aufgaben:

  • Instandsetzung und Verlängerung von Schleusen
  • Anpassung von Schleusenvorhäfen und Bau von Wendestellen
  • Neubau von Liegestellen
  • Neubau von Fischaufstiegsanlagen
  • Instandsetzung und Neubau von Wehren und Hochwassersperrtoren
  • Sicherung der Seitenkanäle
  • Dammnachsorge

Wehr Wieblingen vom rechten Ufer im Unterwasser aus gesehen Wehr Wiebliengen

Der Neckar ist wegen der Länge der Schleusenkammern bisher nur für Schiffe mit einer maximalen Länge von 105 m Länge befahrbar. Die Breite der Schleusen wird nicht verändert, so dass auch künftig die maximale Breite für Schiffe 11,45 m beträgt. Auch die Tiefe der Fahrrinne von 2,80 m bleibt unverändert.

Die Instandhaltung der bestehenden Schleusen, Wehre, Hochwassersperrtore, Seitenkanäle und Dämme ist eine Daueraufgabe. Viele dieser Bauwerke sind in den 1920er- und 1930er-Jahren erbaut worden und müssen daher durch eine Instandsetzung ertüchtigt werden. 

Informationen zu den einzelnen Maßnahmen des WNAs finden Sie unter Projekte.

Über 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im WNA Heidelberg kümmern sich im Rahmen der jeweiligen Bauaufgabe um die technische Planung, die Ausschreibung und die Vergabe von Leistungen, die vertragliche Abwicklung bis hin zur Abrechnung. Neben der Durchführung eigener Planungen spielt die Vergabe von Planungsleistungen an Ingenieurbüros eine immer größere Rolle. Nach Fertigstellung der Bauwerke werden sie in die Verwaltung des örtlich zuständigen WSA Neckar übergeben.

Unterstützung erhält des Team des WNA Heidelberg von der Fachstelle für Maschinenwesen Südwest (FMSW), der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) und der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG). Eine enge Zusammenarbeit mit dem WSA Neckar und dem WSA Koblenz ist ebenfalls notwendig, da diese Ämter nach Abschluss der Baumaßnahmen für die alltägliche Unterhaltung und den Betrieb der Bauwerke am Neckar zuständig sind.